Invisalign Prof. Dr. Polzar
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Kiefergelenk

Beurteilung - Schweregrad

Kiefergelenk - Infos zum Thema Kiefergelenk-knacken

Invisaligntherapie bei Kiefergelenkknacken

Invisalign Patientin vor Behandlung
Unattraktives Lächeln durch Zahnfehlstellung.

Die 15 Jahre alte Patientin störte neben dem Knacken im Kiefergelenk der deutliche Engstand in der Unterkiefer Front. Um diese aufzurichten und in den Zahnbogen einzuordnen muss der Deckbiss beseitigt werden, Ein Deckbiss entsteht wenn die oberen Frontzähne zu steil, nach innen gerichtet im Kiefer stehen. Durch den tiefen Biss ist beim Lächeln weniger Zahnweiss zu sehen. Nach der Therapie zeigte sich das Kiefergelenk nun beschwerdefrei.

Invisalign Patientin nach Behandlung
Attraktives Lächeln, optimierte Lachlinie (Ästetikline).
Knacken im Kiefergelenk bei Deckbiss
Nach Kieferortopädie, ohne Knacken im Kiefergelenk
Ausschnitt Mund nach Deckbissbehandlung
Ausschnitt Mund vor Deckbiss Behandlung
Kiefergelenk-Behandlungsdauer bei Deckbiss 11 Monate

Zur Behandlung:

Die Patientin wurde mit Invisalign behandelt. Nach 21 Alignern und nur einem 3/4 Jahr war die Behandlung beendet. Die zufriedene Schülerin freut sich über Ihre “tollen” Zähne mit strahlendem Lächeln”. Der tiefe Biss wurde durch Intrusion und Protrusion der Unterkiefer Front beseitigt. Der Engstand der Unterkieferfront konnte mit dezentem ASR ( Reproximation des Zahnschmelzes ) ausgeglichen werden. Der Deckbiss wurde durch neue Achseneinstellung der Oberkiefer Frontzähne ( Torque ) korrigiert. Hierdurch entsteht eine grössere Bewegungsfreiheit des Unterkiefers nach vorne. Diese war erforderlich um die Kiefergelenksbeschwerden der Patientin zu beheben und das Kiefergelenksknacken zu beseitigen. Solche Gelenksbeschwerden sind besonders bei Deckbisspatienten typisch, weil hier der Unterkiefer in der Bewegungsfreiheit zurückgehalten wird.

Patient vor Behandlungsbeginn, das rechte Kiefergelenk knackt

Aufsicht Oberkiefer vor Behandlung mit Invisalign Aufsicht Unterkiefer vor Behandlung mit Invisalign Rechte Seite vor Behandlung mit Invisalign

Patient nach kieferorthopädischer Behandlung, das  Kiefergelenk knackt nicht mehr und der verlagerte Diskus befindet sich in einer entlasteten physiologischen Postion.

Aufsicht Oberkiefer nach Behandlung mit Invisalign
Aufsicht Unterkiefer nach Behandlung mit Invisalign Rechte Seite nach Behandlung mit Invisalign

Patient 11 Jahre nach Behandlungsende

Oberkiefer 11 Jahre nach Behandlungsende mit Invisalign
Unterkiefer 11 Jahre nach Behandlungsende mit Invisalign
Rechte Seite 11 Jahre nach Behandlungsende mit Invisalign

Patient nach Invisaligntherapie, das Kiefergelenk knackt nicht mehr, weil die oberen Frontzähne jetzt dem Unterkiefer die nötige Bewegungsfreiheit geben und das Kiefergelenk beim Zubeissen nicht mehr in die Gelenkpfanne hineinpressen.

Vor Behandlungsbeginn

Frontale Ansicht vor Behandlung mit Invisalign
Deckbiss mit kaum sichtbaren unteren Frontzähnen.

Nach Behandlungsende

Frontale Ansicht nach Behandlung mit Invisalign
Unterer Frontzähne sind deutlicher sichtbar.
Frontale Ansicht 6 Jahre nach Behandlungsende mit Invisalign

6 Jahre nach Behandlungsende

Frontale Ansicht 8 Jahre nach Behandlungsende mit Invisalign

8 Jahre nach Behandlungsende

Frontale Ansicht 11 Jahre nach Behandlungsende mit Invisalign

11 Jahre nach Behandlungsende

Hypoplasthische Eckzähne mit eingezogener forderer Kante wirken sehr unvorteilhaft. Auch die seitlichen Frontzähne sind im Verhältnis zu den grossen mittleren unpropotional  klein.
Behandlungsende, vor denticuring u. Aufbau der hypoplastischen Anteile
Behandlungsende, vor denticuring u. Aufbau der hypoplastischen Anteile
Nach denticuring und Aufbau der hypoplastischen Anteile
Nach denticuring und Aufbau der hypoplastischen Anteile
 11 Jahre nach Behandlungsende mit Invisalign
11 Jahre nach Behandlungsende
Animiertes GIF - Invisalign Kiefergelenk

Kiefergelenk - Invisaligntherapieplanung

Zur Pathogenes der Kiefergelenkdysfunktionen und Kiefergelenkerkrankungen:

Myoarthropathie des Kausystems oder auch Craniomandibuläre Dysfunktion CMD genannt.

Die Einstellung der oberen Frontzähne in einen physiologischen individuellen Torque  und das Auflösen des Unterkieferengstandes ohne Platzgewinn durch exzessive Protrusion, aber mit Platzbeschaffung durch Remodelation der Zahnform mit Reduktion des approximalen Zahnschmelzes (ASR) waren für diese Kieferfergelenkpatientin der eigentliche Schlüssel zum Erfolg.

Gerade Patienten mit Deckbiss leiden am häufigsten über Kiefergelenkbeschwerden, da durch die genetisch determinierte Zahnfehlstellung, Steilstand der oberen Frontzähne das Kiefergelenk nach hinten und oben gedrückt wird. Diesen dorsocranialen Belastungsvektor aufzulösen ist das angestrebte Ziel bei der Auflösung der Zahnfehlstellung. Wird der Unterkieferfrontengstand alleine durch das nach vorne schieben (Protrusion) der unteren Frontzähne ausgeglichen, so entstehen Frühkontakte zu den oberen Frontzähne, die den gesamten Unterkiefer zwanghaft nach hinten schieben. Dieser häufige Fehler in der Kieferorthopädie verursacht dann mitunter massive Beschwerden und Schmerzen im Kiefergelenk. Die Natur will sich bei solch einer Fehlbehandlung dann durch das Zurückbewegen in der unteren Frontzähne entlasten. Hierbei bildet sich der alte Engstand wieder aus und es entsteht ein kieferorthopädisches Rezidiv.

Das eigentliche Knackgeräusch an sich ist nicht unbedigt bedenklich, jedoch der Auslöser hierfür und die damit entstehenden Folgen wie Kiefergelenkarthose e.t.c können schwerwiegende Beschwerden nach sich ziehen.
Ausgelöst wird das Kiefergelenkknacken durch einen zu weit nach vorne verschobenen verlagerten Discus articularis. Durch die Protrusionsbewegung springt dieser wieder in seine alte richtige Position. Da das ganze Gelenk von Sehnen und Bändern straff umhüllt ist, die eine Gelenkkapsel bilden,  geschieht die Reposition des Diskus spontan mit den darauffolgenden klickenden Geräusch.

Die bildhafte Darstellung des Kiefergelenkes wird heutzutage mit einer Magnetresonanztomografie MRT vorgenommen. Die Erstuntersuchungen heissen “Manuelle Funktionsdiagnostik” MFD (nach Sabbagh/Polzar) oder “Manuelle Funktionsanalyse” MFA (nach Buhmann) des Kiefergelenkes. Diese Untersuchungen werden von in der Funktionsdiagnostik und Therapie des Kiefergelenkes weitergebildeten Zahnärzten oder Kieferorthopäden  durchgeführt.

Der gesamte Krankheitskomplex um das Kiefergelenk kann  primär muskuläre Ursachen haben, Myopathie oder auch anatomisch skelettale Ursachen Arthropathie. Deshalb bezeichnet der Fachmann diesen Krankheitskomplex als Myoarthropathie des Kausystems oder auch als “Craniomandibuläre Dysfunktion des Kausystems” oder auch CMD genannt.
 
 

Der Discus articularis kann z. B. aus folgenden Gründen nach vorne verlagert sein:
 

                          A: Weil das Kiefergelenk nach hinten gedrückt wird.

Dies ist bei obiger Patientin  der Fall gewesen. Man spricht auch von einer dorsalen Kiefergelenkkompression. Dieser Zustand ist sehr bedenklich. Zum einen werden die dorsalen Gelenkrezeptoren gereizt und es kann zu Schmerzen und Kiefergelenkarthrose kommen. Zum anderen werden die nutritiven Versorgungswege über die bilaminäre Zone eingeengt und die Diffusion der interstitiellen Gelenkschmiere (Synovia) wird behindert, was wiederum degenerative Prozesse begünstigt.  Ein erblich bedingter Deckbiss oder eine Elongation eines unteren Seitenzahnes bei fehlendem Zahn im Oberkiefer (fehlender Antagonist) können die Ursache sein. Bei einer totalen Discusverlagerung mit Kompression können sich schwerwiegende Beschwerden entwickeln. Reibt das Kiefergelenkköpfchen mit jeder Bewegung  direkt auf der Gelenkpfanne, so stellen sich über die Jahre hinweg arthrotische Degenerationen ein, die mitunter sehr schmerzhaft sein können und dann nur noch medikamentös therapierbar sind. Eine nach hinten gerichtete Kompression aber auch eine überspannte Kaumuskulatur, C-Patient, können eine Einengung des oberen Gelenkspaltes, also eine craniale Kompression verursachen. Der Fachmann spricht dann vom “Dorsocranialen Belastungsvektor”, den es aufzuheben gilt.


                            B: Weil die Halteapparat  des Diskus ausgeleiert oder gerissen sind.

Diese Bänder der hinteren, bilaminären Zone, wie das Fachwort heisst sind das Stratum superior, als sehr elastisches Band mit einem hohen Anteil von elastischen Fasern und das Stratum inferior mit einem hohen Anteil von kollagenen harten Fasern, die sich nicht so leicht dehnen lassen, aber  abreissen (Ruptur) können. Das elastische Stratum superior leiert dagegen mit der Zeit aus. Dies ganz besonders bei Patienten mit einer Veranlagung zur Bindegewebsschwäche (BGS). Das sind z. B. Menschen, die ihre Finger ganz weit nach hinten biegen können, oder bei denen schon mal der Kiefer ausgerenkt (Luxation) war, weil sie den Mund besonders weit öffnen können, bis das Gelenk aus der Pfanne hüpft. Diese Discusverlagerungen mache in der Regel keine Beschwerden und das Kiefergelenkknacken tritt auch nur unter gewollter Muskelanspannung auf.


-               C: Weil der Muskel, der am vorderen Teil des Diskus ansetzt, chronisch verspannt ist.

Dieser Muskel heisst musculus pterygoideus lateralis pars superior, oder auch seitlicher Flügelmuskel, oberer Anteil genannt und ist für die Vorschubbewegung und Öffnungsbewegung des Unterkiefers verantwortlich. Der untere Teil dieses Muskels setzt am Unterkieferköpfchen an, caput mandibulae genannt. Bei einer akuten oder chronischen Überspannung der Kaumuskulatur (Hypertonus), z. B. durch Stress ausgelöst oder durch einen Mangel an Mineralien, insbesondere Magnesiummangel (Muskelakter/Alkoholmissbrauch/Mangelernährung u. a. durch ausgelaugte Böden haben die Pflanzen weniger Magnesium) wird der Diskus nach vorne gezogen, die restlichen Muskeln, die Mundschliesser (so z. B. bei Bruxissmus=Knirscher, Muskelpresser) halten den Unterkiefer jedoch in seiner hinteren Position.  Hierdurch wird der Diskus einseitig nach vorne  zur Mitte gezogen. Bei der Reposition während des öffnens erfolgt dann ein hörbares Knackgeräusch.  Gerade Patienten, die durch Zähneknirschen ihren Alltagsstress unbewusst in der Nacht abarbeiten, haben dann am frühen morgen eine überlastete und überspannte (Hypertontus) Kaumuskulatur, so dass das Knackgeräusche hauptsächlich in den Morgenstunden lästig sind und im Laufe des Tages verschwinden. Dieses Kiefergelenkknacken ist zunächst nicht gefährlich. Hällt der Überspannungszustand jedoch über einen längeren Zeitraum an, so werden sich chronische degenerative Veränderungen am Kiefergelenk bemerkbar machen.



Therapie des Kiefergelenkes bei Myoarthropathie des Kausystems:
 

Alleine ein Knacken des Kiefergelenkes ohne schmerzhafte Symptome ist kein Grund, nur deshalb eine aufwendige Kiefergelenktherapie einzuleiten. Liegen schwerwiegende Funktionsstörungen, Schmerzen, Schwindel oder hierdurch ausgelöster Tinitus vor, so ist ein therapeutisches Vorgehen indiziert.

In der Medizin gibt es prinzipiell zwei Betrachtungsweisen für ein Behandlungsziel. Die eine ist das Anstreben  kurativer Massnahmen, das heisst die Heilung der Krankheit wird beabsichtigt. Dies ist z.B. bei vielen Krankheiten nicht möglich, so ist z. B.: Die Reposition  des Discus articularis in der Kiefergelenktherapie eher ein glücklicher Zufall, als ein kalkulierbares Behandlungsziel. Die andere Betrachtungsweise ist die der palliativen Therapie, welche zwar keine vollständige Wiederherstellung und Heilung erreicht, jedoch mit einer Linderung der Symptome und Verringerung der auslösenden Noxen ihr Ziel begründet sieht. Diese Form der ärtzlichen Therapie trifft auf die meisten Kiefergelenkerkrankungen zu.

Wie sind die oben beschriebenen drei Myoarthropathien zu behandeln?:
 

                      Zu  A:  Der dorsocraniale Belastungsvektor muss ausgeschaltet werden.

Ein dorsaler Belastungsvektor drückt das Kiefergelenkköpchen nach hinten gegen die sensible bilaminäre Zone. Der Discus liegt dann meist zumindest teilweise vor dem Kiefegelenkköpfchen und reponiert erst bei der Vorschub oder Öffnungsbewegung mit einem leisen Knackgeräusch.
 
Die dorsale Kompression ist bei vorliegen einer akuten Gelenkentzündung. einer Arthritis dann sehr schmerzhaft! Zum Lindern des akuten Schmerzes kann der Arzt Diclofenac (am besten Voltaren-Dispers) verordnen. Vorsicht! keine Selbstmedikation, da es sich um ein hochwirksames Mittel mit strenger Indikation handelt. Bei Missbrauch können schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten!)
 

Bei der so genannten dorsalen Gelenkkompression  muss für die Kieferbewegung (Artikulation) und den Schlussbiss genügend Raum nach vorne freigegeben werden. Dies geht z. B. wie in dem oben beschriebenen Fall mit Deckbiss und Engstand in der UK-Front durch physiologische Einstellung des Torques und durch Reduktion der Zahnbreite im Unterkiefer. Hier kann  also der spezialisierte Kieferorthopäde dem Patienten gut helfen!

Ein cranialer Belastungsvektor drückt das Kiefergelenkköpfchen nach oben in die Gelenkpfanne und löst dann eine craniale Gelenkkompression aus.  Der Discus wird dabei weitgehend bis total nach vorne verlagert und reponiert mit einem lauten meist hörbaren Knackgeräusch. Diese ist bei einem skelettal tiefen Biss eher anzutreffen. Auch bei einem durch Zahnverlust und folgender Zahnkippung (da prothetisch nicht  versorgte Lücke) gesenkten Biss kommt es sowohl zu einer cranialen Kompression als auch zu einem zu frühen Kontakt der unteren Frontzähne an die oberen Frontzähne, was dann eine dorsale Kompression auslöst.

DIe craniale Kompression kann z. B. durch einer neue Prothetik mit folgender Bisserhöhung ausgeglichen werden. Dies geschieht durch eine detaillierte  geplante prothetische Rehabilitation. Sind Zähne nach vorne gekippt, so müssen diese erst aufgerichtet werden. Hier wird wieder die Zusammenarbeit von Zahnarzt und Kieferorthopäde gefordert. Manchmal reicht das Aufrichten der gekippten Zähne aus, um die craniale Kompression aufzuheben. Dann braucht der Zahnarzt keine neue Bisshöhe einzustellen, da die alte gesunde Höhe wieder erreicht wurde. Eine prothetischer Versorgung ist allerdings umso wichtiger (z.B. Brücke oder Implantat) damit das erreichte kieferorthopädische Behandlungsziel stabilisiert wird.

Eine craniale Kompression kann auch alleine durch kieferorthopädische Extrusion der Zähne aufgehoben werden. Dies ist jedoch ein sehr langwieriger und kostspieliger Prozess, bei dem eine längere optimale Mitarbeit des Patienten die absolute Voraussetzung zum Gelingen der Therapie ist.

Also bei einem reinen A-Patienten kann sowohl der Zahnarzt als auch der Kieferorthopäde gut helfen!
Eine abschliessende lebenslange Retention zur Stabilisierung des Behandlungsergebnisses ist  eine wichtige Voraussetzung, dass die Beschwerden nicht wieder auftreten!


                         Zu   B:  Ausgeleierte (BGS) oder gerissene Bänder der bilaminären Zone:

Bei einem reinen B-Patienten ist keine Therapie erforderlich b.z.w. hilfreich! Patienten mit Bindegewebsschwäche (BGS) sollten darauf achten, dass sie den Mund nicht zu weit öffnen und die Bänder nicht weiter dehnen!  Da das Bindegewebe recht locker ist, haben dies Patienten häufig keine Beschwerden, trotz partieller oder totaler Discusverlagerung. Meistens reagiert das Gelenk  hierauf mit Kompensation oder noch besser mit Adaptation. Bei der Adaptation werden die verbliebenen ausgeleierten Bänder bindegewebig ungewandelt und verdicken zu einen Pseudodiscus. So übernimmt z.B. die verdickte Schicht des Stratum superior  dann die Funktion des nach vorne verlagerten Discus articualris.

Ein Gelenkchirurg aht die Möglichkeit, ausgeleierte Bänder wie das stratum superior durch Lasertherapie zu straffen. Bei Kiefergelenk-Beschwerden in Folge der BGS wäre dies dann die Therapie der Wahl. Grössere chirurgische Eingriffe am Kiefergelenk sind jedoch bedenklich, da sie zu einer Verhärtung der Gelenkkapseln mit folgender eingeschränkter Beweglichkeit und eingeschränkter Mundöffnungsbewegung einerhgehen. (Hierüber hatte vis. Prof. Dr. Sabbagh et. al  entsprechend geforscht und publiziert.)

Wie die BGS ist auch die Polyarthritis, welche zu einer Arthritis des  Kiefergelenkes führen kann, eine Erkrankung des Kiefergelenkes, dessen Ursache “systemisch” sind, d.h. die Folge einer anderen   Grunderkrankung. Polyarthritische Erkrankungen des Kiefergelenkes müssen demnach auch im Gesamtkomplex der Polyarthritis, dessen Ursache häufig eine Autoimmunkrankheit ist, therapiert werden.


                        Zu  C:  Muskelverspannungen oder auch Myoarthropathien genannt.:

Dies ist der komplexeste Teil der Kiefergelenkerkrankungen und er spielt bei den meisten auch oben genannten A und B- Typen bei vorliegen von Beschwerden eine nicht unwesentliche Rolle.

Myopathien lassen sich medikamentös (Tetrazepam-oral / Botulinum-Injektion in Areale des hypertonisierten Muskels.), durch Physiotherapie (manuelle Therapie, Kälte- Wärme- Bestrahlungstherapie...), durch  Psychotherapie (Stressabbau etc. Stressbewältungsstrategien, Joga, Jogging, Kontrolle der Arbeitsergonometrie (falsche Körperhaltung, PC-Arbeit) Änderung der Lebensführung...) und durch Unterbrechung der Reize  und Dehnung der überspannten Muskulatur als einleitende Schienentherapie mit Bisssperrung als Relaxierungsschienen oder in meist leichtem Vorschub  fixiert mit Repositionierungsschienen behandeln.

Bestimmte Kieferfehlstellungen können auch als Trigger für die dann folgenden Myoarthropathien sein. So kann gerade ein seitlicher  Kreuzbiss dazu führen, dass als Reaktion darauf die Muskulatur verspannt ist.

Prof. Meyer hat an einer Bevölkerungsgruppe von 10.000 Menschen in der Greifswaldstudie nachweisen können, dass z. B. ein direkter Zusammenhang zwischen einseitiger Migräne und Hypertonus der Kau- und Gesichtsmuskulatur besteht. Dieser Zusammenhang korreliert sogar in seiner Intensität, d.h. je grösser die Muskelverspannungen sind desto höher sind die damit verbundenen Kopfschmerzen.  Diesen Patienten kann durch eine kombinierte Therapie von Kieferorthopädie und Physiotherapie (manuelle Therapie) entschieden geholfen werden. In ca. 50% aller Fälle, können diese Patienten beschwerdefrei werden. Die Neurologen haben bei diesen Patienten unter Gabe von Schmerzmitteln etc.  lediglich eine Erfolgsrate von 30% (so. Prof. Meyer in seinem Vortrag der ZAB-Fortbildung in Frankfurt 2006)

 

Wie man sieht, sind die Einflüsse, die das Kiefergelenkknacken verursachen können sehr unterschiedlich (multifaktoriell); zudem beeinflussen sie sich noch gegenseitig, so dass eine gute Kiefergelenkdiagnostik -Beratung und -Therapie sehr komplex ist und eines erfahrenen Spezialisten benötigt.
 

Weitere mögliche Ursachen für Kiefergelenkbeschwerden:

Gelenkerguss

Der Gelenkerguss ist eine zu üppige Ansammlung von synovialer Flüsssigkeit im Gelenk. Diese Flüssigkeitsansammlung verursacht Druck im Gelenk. Es kommt mitunter zu Gelenkverschiebungen, Dispositionen, Distraktionen und Verlagerungen der Gelenkposition, welche dann auf die sensiblen Nervenrezeptoren einen schmerzhaften Reiz ausüben.

Der Gelenkerguss ist wohl die häufigste akute Beschwerde auslösende Ursache im Kiefergelenk. Typisch hierfür ist der oft  plötzlich auftretende Schmerzreaktion. Der Patient hatte meist noch nie irgendwelche Probleme mit seinem Kiefer und plötzlich kann er nicht mehr kauen. Das Zubeißen ist schmerzhaft und auf der Schmerzhaften Seite hat er bei geschlossenem Mund zu frühen Seitenzahnkontakt. Auf der schmerzfreien Seite stehen die Zähne noch außer Kontakt und eine weiteres Schließe ist dann oft höchst schmerzhaft.

Gelenkergüsse entstehen durch  langes Überdehnen oder ruckartige exzessive Zerrung am Gelenk. Langanhaltendes Überdehnen kann z. B. durch Intubation während einer Operationsnarkose vorkommen. Der Patient merkt die Gelenkschmerzen meist erst lange nach der Operation, wenn er schon wieder zu Hause ist und sich die normalen Lebensgewohnheiten eingestellt haben. Er bringt seine Kiefergelenkschmerzen dann meist nicht mit der vorherigen OP in Zusammenhang.
Ein  schwieriger Eingriff bei der Weisheitszahnentfernung kann auch zu einem Gelenkerguß führen. Da der Patient den Mund oft lange sehr weit aufhalten muss, kann es zu einem Gelenkerguss kommen. Auch zu häufiges Gähnen mit weiter Mundöffnung kann einen Gelenkerguss auslösen, insbesondere bei Patienten, denen das Kiefergelenk aus der Gelenkpfanne herausrutscht. Solche Patienten haben eine so genannte Totalluxation des Kiefergelenkes. Meist tritt diese mit eine generalisierten Bindegewebsschwäche auf, welche wiederum häufig vererbt wurde.
Sportverletzungen mit Schlägen oder Ballkontakt auf dem Unterkiefer können ebenfalls zur Infiltration von übermäßiger Synovialflüssigkeit führen. Der Gelenkerguss im Kiefergelenk braucht ähnlich lange bis die Beschwerden weg sind wie beim Verstauchen eine Fußes. Dass heißt, es kann mitunter mehrere Monate dauern bis der Patient halbwegs beschwerdefrei ist.

Auch entzündliche Autoimmunerkrankungen, wie Rheuma oder dauerhafte Fehlbelastungen können eine leichten Gelenkerguss auslösen. Da diese Prozesse sehr langsam sind, richtet sich der Körper eher darauf ein und es kommt wenn überhaupt, dann erst sehr spät zu Beschwerden. Der Gelenkerguss ist jedoch wie bei den obigen auf  der MRT-Aufnahme deutlich zu sehen.

Dei Therapie des Gelenkergusses besteht in Entlastung (Schiene), Abschwellung (Diclofenac), Heilungsförderung (nicht zu Beginn! Kälte/WärmeTherapie) und in Extremfällenist eine Punktion des Gelenkes in Erwägung zu ziehen.

 

Rheumatische Beschwerden 

Rheumatische Beschwerden können ebenfalls zu Kiefergelenkbeschwerden führen. Hierbei sollte der Zahnarzt und der Kieferorthopäde darauf achten, dass keine Okklusionsbestimmten Reize, wie Frühkontakte und Parafunktionen zusätzliche Schmerzsensationen verursachen. Feherlhafte Prothetik ist eventuell auszubessern oder Steilstehenden deckbissartige Frontzähne sind kieferorthopädisch zu nivellieren. Die eigentliche Therapie erfolgt jedoch duch Verabreichung von Schmerzmitteln und Kortison-Präparaten.

 

Kieferbruch und Unfalltrauma

Bei einem Kieferbruch und anschließendem nicht adjustiertem Verheilen kommen auch als Spätfolge Kiefergelenkschmerzen entstehen. Fällt ein Patient hin und erleidet einen heftigen Stoß, oder hat er multiple Traumata, so wird manchmal nicht bemerkt, wenn das Kiefergelenkköpfchen vom Gelenkhals abgebrochen ist. Erst ein falscher Biss und die damit als Spätfolge entstehende Überbelastung des Gelenks durch zu großen Druck auf die Gelenkpfanne (Gelenkkompression durch dorsocranialen Belastungsvektor) verursachen arthrotische schmerzhafte Gelenkveränderungen. Hier ist häufig eine Kieferorthopädische und Zahnärztliche Kombinationstherapie notwendig. In seltenen Fällen kann eine zusätzliche kieferchirurgische Intervention erforderlich sein.

 

Download Veröffentlichung: Kiefergelenk - MRT

Download Veröffentlichung: Kiefergelenk MRT Poster

Diese Seite habe ich für meine Patienten und auch für alle interessierte Leser geschrieben. Sie ist nicht vollständig, dann müssten noch  viele Seiten folgen, soll jedoch eine grobe Übersicht geben und meine Erfahrungen widerspiegeln, die ich im Laufe der Jahre mit diesem Thema gemacht habe.

 

Weitere Informationen zum Kiefergelenk finden sie unter folgenden Seiten:
             

                            
http://de.wikipedia.org/wiki/Kiefergelenk
                                       Kiefergelenk-MRT-Infos Dr. Polzar in Interview mit KN “KFO Nachrichten”
                                                Kiefergelenkdiagnostik im MRT mit Abbildungen und Video

 

 

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