Invisalign Prof. Dr. Polzar

 

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 Invisalign Kosten. Wie teuer, zu welchem Preis gibt es die Behandlung mit Invisalign

Invisalign - Infos zu den Behandlungs-Kosten

Ganz Kurz: 6.000 € bis 8.500 € im Schnitt kostet die durchschnittliche Invisaligntherapie

Kieferorthopädische Behandlungskosten der Invisalign® Zahnspange:
Invisalignbehandlungskosten werden dargestellt. Wie teuer ist die unsichtbare Zahnspange, mit welchem Preis muss ich bei der Invisalign-Zahnspange rechnen? Das sind mitunter die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema der unsichtbaren Zahnspangen-Behandlung.

         WAS KOSTET  DIE UNSICHTBARE INVISALIGN®- ZAHNSPANGE?
Diese Frage wird sich irgendwann jeder stellen, der sich mit den kaum sichtbaren Alignern behandeln lassen möchte.

INTERESSANTE  INVISALIGN  INFOS bitte anklicken!

PARODONTOSE

PARODONTOSE

KIEFEROPERATION

KIEFEROPERATION

WEISSE ZÄHNE

BLEACHING

Invisalign-Teen

TEEN-SPANGEN

Kiefergelenk

KIEFERGELENK

Implantate 
 Zahnimplanatate

IMPLANTATE-CT

DGKFO Stellungnahme zur Invisaligntherapie von 2010!

Die letzte Stellungnahme der DGKFO, erstmals am 07.04.2010 veröffentlicht und im Januar 2010 von Prof. Götz verfasst besagt ausdrücklich, dass es keine Kontraindikationen oder Behandlungseinschränkungen zur Invisaligntherapie gibt:
“...so dass keine Kontraindikationen für diese Behandlungssysteme formuliert
werden können.”
Siehe Seite Dysganthie
“Im Hinblick auf den Parodontalzustand sind sie festsitzenden Apparaturen daher tendenziell überlegen.” Siehe Seite Parodontose
“...Aligner könne negative Effekte auf die Kiefergelenkfunktion haben, sind unbegründet.”Siehe auch Seite Kiefergelenk

Lesen Sie hierzu  die gesamte: DGKFO-Stellungnahme 2010
                      oder als PDF  zum herunter laden: Invisalign DGKFO-Stellungnahme 2010

Folgende Inhalte zu:Invisaligntherapie Kosten   - Zeitschrift Focus Info von 2006
                                                                                    - Qualität und Preis

                                   Ratenzahlung - Laborkostenvorauszahlung

                                    Kosten bei zusätzlicher Lingualtherapie oder Multibandtherapie
                                   
Invisalign billiger weil einfacherer Fall?
                                    Invisalign teurer weil mehr Aligner (Schienen)?
                                    Kosten bei Invisalign- Therapieänderung (Midcourse-Correction)
                                    Kosten für Invisalign
- Nachbesserung (Case-Refinement)
                                    Wie teuer ist meine Invisalign-Behandlung?

                                    Kieferorthopädischer Heil- und Kostenplan verbindlich?

                                    Invisalign
wissenschaftlich anerkannt?

                                    Zahlt meine private Krankenkasse-Versicherung die Invisalign-Therapie?

                                    Zahlt die gesetzliche Krankenkasse, Barmer, DAK, TKK, AOK oder IKK, BKK
                                                                                                                    meine Invisalignbehandlung?

                                   Steuerliche Abzugsfähigkeit der kieferorthopädischen Invisalign
Kosten.

                                    Wie verbindlich sind die aufgeführten Preise?

Wie hoch sind die Kosten der Kieferorthopädie mit einer Invisalign® Zahnspange?

Das Herstellen der Behandlungsgeräte kostet bei der Fa. Align-Tech. zwischen 900 u. 2.100 € und richtet sich nach dem jeweiligen Behandlungsaufwand, nicht jedoch nach der Anzahl der einzelnen Schienen. So sind z. B. Behandlungen mit 10 Schienen genauso teuer, wie Behandlungen mit 70 oder mehr Schienen, wie in dem unter PARODONTOSE aufgeführten Beispiel dieser Internetseite. Der Preis der Firma Invisalign teilt sich in zwei Gruppen: Kieferorthopädische Behandlungen bei denen nur die Front-und Eckzähne bewegt werden sind günstiger als kieferorthopädische Behandlungen bei denen alle Zahngruppen bewegt werden.  Für die Diagnostik und Planerstellung, Abdrücke und Internet-Korrespondenz mit Invisalign fallen ca. 650 u. 850€ Kosten an. Die ärztlichen Therapiekosten liegen bei ca. 2000 - 4.000 €. Eine anschliessende, unbedingt notwendige Retention mit herausnehmbaren Apparaturen oder Lingualretainern erfordert ebenfalls incl. Überwachung u. Abschlussdokumentation zwischen 700 u. 900 € pro Kiefer.

 Die Gesamtkosten sind dann bei einfachen Fällen mit oft nur einem Kiefer als Behandlung bei mindestens 4000-8000 € und bei durchschnittlichen Fällen für beide Kiefer bei ca. 8.000 - 9.500 €.

Schwierige Zahn- und Kieferfehlstellungen (über 10.000 €) sowie kieferorthopädisch-kieferchirurgische Kombinationsfälle werden in der Praxis Prof. Dr. Polzar mit der „unsichtbaren Zahnspange” erfolgreich  behandelt.

Die von der Stiftung Warentest angegebenen 4000 bis 8000 € beschreiben das Therapiefeld einer einfachen Minimalbehanlung in einem Kiefer (4000€) wie sie nur sehr selten vorkommt, da meist das ganze Gebisssystem umgestellt werden muss um einen gesicherten Behandlungserfolg zu erhalten und einer durchschittlichen Therapie beider Kiefer mit mäßigem bis durchschnittlichem Korrekturbedarf

Die Zeitschrift Focus hat in einem Sonderbeitrag(2006) zur Kieferorthopädie und den damit anfallenden Kosten einer einfachen bis durchschnittliche Invisaligntherapie ca. 9.000 € genannt, wobei nicht ersichtlich war, ob die sehr wichtigen und mitunter aufwendigen Retentionskosten mit einberechnet wurden. Auch wurde nicht differenziert, ob die Behandlung von einem Zahnarzt, einem Fachzahnarzt mit geringer Erfahrung, oder von einen erfahrenen, professionellen Invisalign-Spezialisten durchgeführt werden. Hier gibt es sicherlich auch noch ganz erhebliche Preisunterschiede. Wer sicher gehen will, dass er in guten Händen behandelt wird, muss gewiss etwas mehr für die zahnärztliche Leistung bezahlen. Denn nicht das Behandlungsmittel entscheidet, ob die Therapie erfolgreich zur Zufriedenheit des Patienten gelingt, sondern entscheidend ist immer von wem die Therapie durchgeführt wird. Sowohl die Innovations- und Lernfähigkeit, als auch die Erfahrung entscheiden über den Erfolg  eines behandelnden Arztes.

Qualitativ sehr hochwertige Behandlungen unter Berücksichtigung der individuellen ästhetischen Merkmale des Gesichtes und der besonderen Charakteristik des Lächelns und der eigenen Zahnform, werden sicherlich teurer sein, als sog. 0-8-15 Behandlungen. Hierfür muss im Einzelfall ein mehrfaches der oben beschriebenen Richtwerte bezahlt werden. So kann eine Invisalign-Zahnspangen-Therapie bei einem Anfänger in dieser Technik vielleicht günstiger sein, jedoch mag es nicht die Sicherheit eines Profis garantieren, auch das gewünschte Ziel zu erreichen. Bei professioneller Betreuung und interdisziplinärer Behandlungsplanung einschliesslich moderner 3D-Röntgendiagnostik und einsetzen von Zahn-Implantaten können durchaus auch Behandlungskosten von 15.000 bis 20.000 € entstehen.

 

Kann ich mit meinem Kieferorthopäden Ratenzahlungen vereinbaren?

Ja in der Regel ist dies auch die häufigste Zahlungsvariante für eine kieferorthopädischen Behandlung bei Erwachsenen Patienten in unserer Praxis. Dies ist ein grosser Vorteil für den Patienten, da die finanzielle Belastung  auf einen grösseren Zeitraum verteilt wird und die Kosten erschwinglich werden. Eine Invisalign-Ratenzahlung beginnt mit der Anzahlung der fälligen Laborkosten von 1.000-2.000 €. Die darauf folgenden monatlichen Rate könne individuell mit 150 bis 250 € vereinbart werden. Sie richten sich nach der Länge der Ratenzahlung.  Auch wenn eine  aktive Therapie nur ein Jahr dauert, kann eine Ratenzahlung bei Erwachsenen Patienten auf bis zu 3-4 Jahre ausgedehnt werden.

 

Wie hoch sind die Kosten einer Kombinationstherapie mit Lingualtechnik, Multiband oder Teil-Multiband?

In manchen Fällen kommt es vor, dass es nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern wegen der biomechanischen Vorteile, insbesondere bei tiefen Deckbissen sinnvoller ist, mit einer Lingualtechnik zu beginnen. Hierbei sind die Brackets auf der Zahninnenseite angebracht und somit versteckt und für den Mitmenschen gegenüber kaum sichtbar. Bestimmte Zahnfehlstellungskorrekturen erfordern das Aufrichten gekippter Seitenzähne oder einen grösseren Lückenschluss nach Zahnverlust oder auch die Distalisation (nach hinten bewegen) von Seitenzähnen über eine Distanz von mehr als 3 mm hinweg. In diesen Fällen kann es erforderlich sein, die Invisalign-technik mit  einer Multibracketbehandlung zu kombinieren. Hierbei werden zumeist nur unauffällige seitliche Teilbögen in Segmentbogetechnik verwendet und bleiben nur für einen kürzeren Zeitraum im Mund. Hierbei könne zusätzliche Kosten von 600-1200 € entstehen. Bei der Aufwendigen Kombinationsbehandlung mit Lingualtechnik, wie sie in einzelnen Fällen erforderlich ist, können sich die Kosten der Behandlung um 3.000 bis 5.000 € erhöhen.

 

Sind einfache Fälle billiger oder Kostengünstiger?

Nein, nicht unbedingt, denn auch für einfachere Fälle gilt die gleiche Sorgfalt in der Diagnostik, in der Therapieerstellung in der therapeutischen Begleitung und Dokumentation sowie in der Retention des erfolgreich abgeschlossenen Falles. Eine Einsparung hierbei würde ein erhöhtes Behandlungsrisiko, sowie eine höheres Risiko für einen Rückfall in die alte Zahnfehlstellung bedeuten und das wäre sicherlich nicht im Sinne des Patienten. Bei  einem  kleineren  Behandlungsumfang,    z.B.: nur eines Kiefers oder nur der Frontzähne sind die Behandlungskosten jedoch in der Regel niedriger als bei einer Therapie aller Gebissbereiche.

 

Ist die Invisalign-Behandlung teurer, wenn mehr Aligner-Schiene benötigt werden?

Nein, egal wieviel Invisalign-Schienen benötigt werden, der Preis der Laborkosten für die Therapie ist der gleiche. Er richtet sich nicht nach der Anzahl der herzustellenden Aligner, sondern nur nach dem  Einzelnen Fall und den hierbei zu bewegenden Zähnen. Sollte jedoch mal ein Aligner verloren gehen und ein Überspringen auf den nächstfolgenden Aligner ist nicht möglich, so kann dieser eine Aligner nachbestellt werden. Die Kosten hierfür liegen bei ca.120 € pro nachbestelltem Aligner.

 

Wie teuer ist eine Invisalign-therapie, wenn eine Korrektur der Therapie erforderlich ist, oder die Alignern nicht mehr passen?

Wenn eine Korrektur der Therapie erforderlich ist, so heisst dies Midcourse-correction. Das Therapieziel wird dann neu bestimmt und eine neue Computerplanung mit neuem ClinCheck wird erstellt. Die hierfür anfallenden Mehrkosten liegen bei ca. 300 €. Es müssen nicht die gesamten Therapiekosten neu berechnet werden, wie es einige private Krankenkassen in ihren Ablehnungen zur Invisaligntherapie schreiben!

 

Wird die Behandlung teurer, wenn ich mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden bin und ein Nachbessern erforderlich wird?

Nein! Bei einem Nachbessern werden von der Firma Align-Technology keine gesonderten Laborkosten in Rechnug gestellt. Dieses so genannte Case Refinement kann bei nicht selbst verschuldetem Teilerfolg bis zu dreimal in Anspruch genommen werden. Lediglich die Kosten für den Abdruck fallen für den Patienten zusätzlich an. Auch der zusätzliche ClinCheck wird  nicht berechnet.  Ein Caserefinement ist so z. B. bei jeder kieferorthopädisch-kieferchirurgischen Kombinationsbehandlung eingeplant und erforderlich.

 

Wie hoch  sind die Therapiekosten in meinem speziellen Fall?

Da die Behandlungskosten sehr stark variieren können und sowohl von der Anomalie, als auch von der hierfür verwendeten Technik abhängen, kann keine pauschale Aussage hierüber gemacht werden. Interessierte Patienten können eine verbindliche Auskunft mit der Zusammenstellung eines Heil- und Kostenplanes erhalten. Diese Aufstellung beinhaltet dann das jeweilige individuell auf den Patienten zugeschnittene Behandlungskonzept. Erst nach einer ausführlichen Beratung und einer Aufstellung eines Therapiekonzeptes mit allen seinen einzelnen Therapieschritten können die voraussichtlichen Behandlungskosten ermittelt werden. Hierfür ist ein Besuch in der kieferorthopädischen Praxis unumgänglich!

 

Gilt diese kieferorthopädische Kostenaufstellung verbindlich?

Nein, kein Arzt darf eine verbindliche Kostenaufstellung geben, da es sich um ärztliche Dienstleistungen handelt und nicht um Werkleistungen. Es muss immer mit unvorhergesehenem gerechnet werden und es wäre geradezu unärztlich die Behandlungskosten im voraus genau festlegen zu können. Erfahrenen Behandler können allerdings die voraussichtlichen Kosten sehr gut schätzen und überziehen nur im Ausnahmefall die vorgenannten Therapiekosten.

Routinierte Invisalign Kieferorthopäden bieten auch bei reinen Selbstzahlern (=Patienten, die weder von der gesetzlichen noch von der privaten Krankenkasse eine Möglichkeit der Kostenerstattung haben) einen festen Preis für die Therapie an. Dieser wird dann in nur drei einfachen GOZ-Positionen festgelegt und nach § 1 Abs. 2 oder § 2 Abs.2 genau bestimmt und gilt für die komplette Behandlung einschliesslich der Abschluss mit einem Lingualretainer zur Stabilisierung des erreichten Ergebnisses. Oft kommt diese Lösung beiden zu Gute. Der Patient weiss genau, mit welchen Kosten er für seine Therapie rechnen kann und der Arzt kann aufgrund der viel geringeren Verwaltungskosten einen durchschnittlichen Preisnachlass von 500 bis 1200 Euro an den Patienten weitergeben.
Wohl bemerkt, dieses Vorgehen ist nur bei erfahrenen Invisalign-Kieferorthopäden anzuraten und gilt nicht für Patienten, die von einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse einen Behandlungskostenzuschuss erwarten. Hierfür ist eine aufwendige Einzelkostenaufstellung nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ aus dem Jahre 1988; da gab es noch gar keine Computerbehandlungsplanung und schon gar nicht die Invisalign-Methode) unumgänglich. Da die Grundlage dieser GOZ Abrechnung der Zeit um über 20 Jahre hinterher hinkt, nutzen viele private Krankenkassen diesen unglücklichen Umstand, um dem Patienten diese moderne Therapie streitig zu machen und die Erstattung  der anfallenden Kosten zu verweigern. Meines Wissens hat jedoch bisher noch kein Patient den Rechtsstreit gegen seine Krankenkasse verloren; alle Invisalign-Gerichts-Urteile gingen für den Patienten aus und die PKVen mussten dann doch die Kosten erstatten. Dies gilt sowohl für die Invisalignbehandlung von Kindern und Jugendlichen als auch von Ewachsenen Patienten mit Parodontose-Problemen oder notwendiger Dysgnathie-chirugischer Kombinationsbehandlung. Dann hilft nur noch ein guter Rechtsanwalt oder man findet sich damit ab, dass mann die Kosten selbst bezahlen muss.

 

Ist die Zahnspangenbehandlung mit Invisalign  eine wissenschaftlich anerkannte kieferorthopädische Behandlungsmethode und muss meine private Krankenversicherung die Kosten übernehmen?

Ja, Invisalign ist eine wissenschaftlich anerkannte und bewährte Behandlungsmethode. Die Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie DGKFO hat dies in seiner letzten mittlerweile veralteten und überholten Stellungnahme aus dem Jahr 2004 bestätigt. Private Krankenversicherungen müssen bei vorliegendem Versicherungsschutz auch die Invisalignmethode erstatten. Gerade von privaten Krankenkassen ist zu erwarten, dass sie den Versicherten die bestmöglichen Behandlungsmethoden zur Verfügung stellen. Invisalign hat viele medizinische Vorteile vor der Behandlung mit anderen kieferorthopädischen Apparaturen insbesondere vor der Behandlung mit festsitzenden Zahnspangen, sogenannten Multibandapparaturen und sollte gerade deshalb die Unterstützung von privaten Versicherungen finden.

 

Ich bin gesetzlich versichert, darf meine GKV die Kosten der Invisalign-Therapie erstatten?

Gesetzliche Krankenkassen dürfen die Kosten für eine Behandlung mit der Invisalign Zahnspange nicht übernehmen auch nicht bei Jugendlichen, da diese Therapiemittel zu hochwertig für eine breite Basisversorgung sind, bei der es wichtig ist, Kosten einzusparen. Ebenso wird die kieferorthopädische Therapie bei Erwachsenen mit dem Paragraphen 28 des Sozialgesetzbuches Nr, 5 ausgeschlossen. Für Kinder und Jugendliche gilt der § 12 des SGBV, das Wirtschaftlichkeitsgebot, welches solch neue und hochwertige Therapieformen von der Basisversorgung der Bevölkerung ausschliesst. Es gibt jedoch auch gesetzliche Krankenkassen, wie die TKK oder die AOK, welche auf dem Wege der Kostenerstattung nach § 13,2 SGB-V (siehe auch unter Wikipedia) dem jugendlichen Patienten, insbesondere, wenn ein ganz schwerer Fall, z.B. mit chirurgischer Intervention, vorliegt, sich an den Kosten der Behandlung mit 30-50 % der anfallenden Kosten beteiligen. Leider muss hierzu die Kostenerstattung gewählt werden und es ist fast immer eine Mühselige Rangelei, bis die gesetzlichen Kassen dem Versicherten das Wahlrecht der transparenten Kostenerstattung bewilligen. Bisher sind dies noch Einzelfälle, die mit viel Mühe durchgefochten werden mussten.

 

Kann ich die Behandlungskosten steuerlich veranlagen?

Ja! Wenn die Krankenkasse nicht zahlt, oder  die private Krankenkasse nur eine Teil der Kosten erstattet, dann können die hier anfallenden Kosten als Sonderbelastungen für gesundheitliche Ausgaben gelten gemacht werden Das Finanzamt beteiligt sich an den Kosten der kieferorthopädischen Behandlung, wenn wie es fast immer der Fall ist und eine medizinische Indikation vorliegt. Steuern sparen durch Gesundheitsleistungen wie Kieferorthopädie ist möglich. Die anrechenbaren aussergewöhnlichen Belastungen werden nach § 33 EstG (Einkommenssteuergesetz) veranlagt. Hierbei  spielt das Bruttoeinkommen und  die Anzahl der Kinder eine grosse Rolle, um die vom Gesetzgeber als zumutbare Belastung eingestufte Grenze festzulegen. Will ein Patient diesen Steuervorteil optimal nutzen, so ist es sinnvoll, einen Grossteil der Kosten auf ein Steuerjahr zu verlegen. Rückerstattungen von über 1.000 € sind hier durchaus möglich.

 

Für welchen Zeitraum gelten die hier aufgeführten Kostenstrukturen?

Die hier aufgeführten Kosten-Strukturen unterliegen keiner Verbindlichkeit seitens des Behandlers und bewirken keinerlei Rechtsansprüche der Patienten gegenüber dem Arzt. Sie dienen lediglich als Orientierung und zum besseren Verständnis  der auf den Patienten zukommenden finanziellen Belastung. Alle Angaben sind ohne persönliche Haftung des Autors und ohne Gewähr. Sie basieren auf dem Stand vom 1.4.2009.

Stellungnahme der DGKFO zur Behandlung mit Alignern
Stand Januar 2010


Verfasser: Prof. Dr. Dr. Gernot Götz Universität Tübingen / Poliklinik  für Kieferorthopädie

In Deutschland wurde das Invisalign Verfahren zur Korrektur von Zahnfehlstellungen im Februar 2001 eingeführt und damit eine neue Dimension der Behandlung mit Alignern erschlossen.

Aufgrund fehlender Erfahrungen mit diesem Behandlungssystem und fehlender wissenschaftlicher Grundlagen hat die Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie im September 2001 eine vorläufige Stellungnahme zum InvisalignSystem veröffentlicht, die im Januar 2004 überarbeitet wurde. Seitdem liegen weltweite weitere klinische Erfahrungen mit dieser Behandlungsmethode und eine Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen vor. Zudem wurden andere, vergleichbar wirkende Behandlungssysteme auf Alignerbasis entwickelt beziehungsweise perfektioniert. Es ist deshalb notwendig, eine neue Stellungnahme zur Behandlung mit Alignern zu veröffentlichen, die auch vorhergehende Stellungnahmen speziell zur Invisalign Behandlung ersetzt.

Das Bewegen von Zähnen mit Kunststoffschienen ist grundsätzlich nicht neu.

Miniplastschienen, Positioner oder verwandte elastische Geräte werden seit Jahrzehnten mit Erfolg zur Stabilisierung des Behandlungsresultates und zur Durchführung geringgradiger Zahnstellungskorrekturen eingesetzt. Das Konzept basiert auf einer Idee von H.D. Kesling, der bereits 1945 eine Therapie mit elastischen Geräten vorschlug, deren Herstellung auf verschiedenen set up Modellen mit schrittweiser Annäherung an das Behandlungsziel erfolgen sollte.
Andere zwischenzeitlich perfektionierte Behandlungsmethoden auf AlignerBasis nutzen die Tiefziehtechnik zur Herstellung von Schienen mit unterschiedlichen elastischen Eigenschaften auf Labormodellen mit teilweise oder vollständig korrigierter Zahnstellung (set up Modelle).

Das am weitesten verbreitete Invisalign System umfasst folgende Arbeitsschritte:

Die mit einem additionsvernetzten Silikon erstellten Kieferabformungen werden gescannt. Auf der Basis des Dysgnathiebefundes erfolgt nach Vorgabe des Behandlers eine computergestützte, dreidimensionale Simulation der gewünschten Zahnbewegungen. Mit Hilfe eines präzisen Stereolithographieverfahrens wird eine Serie von transparenten Kunststoffschienen (Alignern) gefertigt, mit denen die Zahnstellung in kleinen Schritten korrigiert werden kann. Im Normalfall wird eine Schiene 14 Tage lang getragen, ehe die nächste eingesetzt wird. Für einfache Zahnstellungskorrekturen werden 10 bis 20 Aligner benötigt, für umfangreiche und komplexe Zahnbewegungen (z.B. nach Zahnextraktionen) liegt die Anzahl der Schienen zwischen 20 und 50, in Einzelfällen sogar darüber hinaus. Die Schienen müssen mit Ausnahme der Mahlzeiten, nach denen eine gründliche Zahnreinigung zu erfolgen hat, ständig getragen werden.

Neu an der Invisalign Methode ist das von der Firma Align Technology GmbH patentrechtlich geschützte, computergestützte Planungs- und Herstellungsverfahren der Schienen. Die Firma Invisalign Technology übernimmt damit im wesentlichen die Aufgabe eines zahntechnischen Labors, d.h. sie garantiert lediglich eine exakte Anfertigung der Schienen auf der Grundlage der kompletten eingesandten Planungsunterlagen und der vom Kieferorthopäden durchgeführten Behandlungsplanung. Für den Behandlungserfolg ist der Kieferorthopäde verantwortlich; ihm obliegt vor allem die Kontrolle des virtuellen Behandlungszieles (ClinCheck), da dieses Basis für die gesamte Schienensequenz ist.
Aufgrund der gewachsenen klinischen Erfahrungen und veröffentlichter wissenschaftlicher Ergebnisse lassen sich der Indikationsbereich sowie die Vor- und Nachteile von AlignernBehandlungsmethoden zum jetzigen Zeitpunkt differenzierter beschreiben.

Der Hauptindikationsbereich umfasst dentoalveoläre Korrekturen bei:

· moderatem frontalem Eng- und Lückenstand

· Pro, Retrusion der Front

· geringer In, Extrusion (Einsatz von Attachments)

· stabiler neutraler Interkuspidation

Ohne zusätzliche Hilfsmittel sind Aligner bedingt geeignet zur Durchführung folgender Zahnbewegungen:

· Extrusion

· Derotation, vor allem von Eckzähnen und Prämolaren

· Lückenschluss nach Prämolarenextraktion

· Zahnretention

Wegen ungünstiger Zahnmorphologie und ihres begrenzten Kraftansatzes sind Aligner Schienen für umfangreiche vertikale, rotatorische und translatorische Zahnbewegungen Grenzen gesetzt. Hilfreich sind zusätzliche Attachments (z.B. lingual/bukkal bzw. labial platzierte Kompositaufbauten oder Knöpfe), um eine näherungsweise dreidimensionale Kontrolle der Zahnbewegung zu realisieren. In Kombination mit anderen, z. T. festsitzenden Apparaturen können Aligner unter Nutzung unten genannter Vorteile jedoch bei nahezu allen kieferorthopädischen Anomalien zur Lösung wenigstens von Teilaufgaben komplementär eingesetzt werden, so dass keine Kontraindikationen für diese Behandlungssysteme formuliert werden können.

Abgesehen von einzelnen Einschränkungen bietet die AlignerTherapie einige nicht unwesentliche Vorteile: Die herausnehmbaren Schienen sind vielfach nahezu unsichtbar. Die häusliche Zahnpflege (Bürste, Zahnseide) ist uneingeschränkt möglich. Im Hinblick auf den Parodontalzustand sind sie festsitzenden Apparaturen daher tendenziell überlegen. Auch hinsichtlich der Phonetik und des Tragekomforts bieten AlignerSysteme Vorteile, insofern sind sie für bestimmte Berufsgruppen mit besonderen ästhetischen und funktionellen Bedürfnissen (z.B. Personen des öffentlichen Lebens, Blasmusiker) eine Bereicherung des Behandlungsinstrumentariums. Anfängliche Bedenken, das permanente Tragen der Aligner könne negative Effekte auf die Kiefergelenkfunktion haben, sind unbegründet.

Aufgrund der umfangreichen kieferorthopädischen Planungs- und Kontrollaufgaben zur Definition des virtuellen Behandlungszieles und aufgrund der zum Teil komplizierten Herstellung der Aligner sind diese Behandlungssysteme mit nicht unerheblichem Aufwand verbunden und im Allgemeinen im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung nicht zu erbringen.

Bei reibungslosem Behandlungsablauf ist zwar der Kontrollaufwand geringer, treten jedoch Komplikationen ein kann die Therapie erschwert sein: es kann erforderlich sein, neue Schienen zu planen und anfertigen zu lassen oder die Behandlung auf festsitzende Geräte umzustellen.

Aligner Methoden sind deshalb nur gut ausgebildeten Behandlern zu empfehlen, die in Diagnostik und Therapie das gesamte kieferorthopädische Spektrum beherrschen.

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